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Geschichte Tolaniens

Das Buch spielt im Jahr 864 (im Buch 'Sommer' genannt) nach dem Reianischen Kalender im Südosten des tolanischen Kontinents. Hier finden sich alle relevanten Informationen zur wechselvollen Geschichte Tolaniens. 

Die Anfänge

Tolanien ist zur Urzeiten von nomadischen Stämme besiedelt worden, die sich schon vor jeglichen Aufzeichnungen in zwei Gruppen gegliedert haben: Garater und den namensgebenden Tolaner. Die Garater leben im Nordwesten des Kontinents in einer riesigen Ebene, umgeben von hohen und unüberwindbaren Gebirgen. Das Königreich Garata hat keinen Kontakt zur Außenwelt und es ranken sich viele fantastische Mythen über dieses Land. Die Tolaner lebten in den fruchtbaren Ebenen des restlichen Kontinents und entwickelten erste Hochkulturen mit eigenen Schriftzeichen, Werkzeug und Landwirtschaft. Typisch für die urtolanische Kultur sind große Obelisken aus Ton mit runden Schriftzeichen.

Sardische Landung

Etwa 4000 Sommer vor der Zeit, fielen sardische Stämme im Nordosten Tolaniens ein. Sie waren gut organisierte und tapfer kämpfende Völker, die die weitgehend friedlichen tolanischen Städte und Reiche rasch besiegten und aus den fruchtbaren Ebenen zurückdrängten. Über viele hunderte Sommer wurden in blutigen Auseinandersetzungen - dem Quälenden Kampf - die alten Stämme in die unwirtlichen Teile zurückgedrängt. So entwickelten sich die Nepher in der Steppe, die Taurusmenschen in dem zentralen Gebirge des Kontinents, die Wüstenhöhlenmenschen und die Segelnomaden in den Wüsten, die Freien Menschen und Naturmenschen auf den südöstlichen Inseln und die Berer in den Wäldern des Südwestens. Die größte Gruppe jedoch bildeten die Draden im Südwesten des Kontinents, die sich lange erfolgreich gegen die sardische Invasion zur Wehr setzten. Der Kontakt zwischen den tolanischen Urvölkern schwand und so entstanden eigene Sprachen und Sitten. Gemein ist allen Ur-Völkern Tolaniens, dass sie an Naturvölker glauben.

Sardische Herrschaft

Das sardische Großreich hatte sein Zentrum im Nordosten des Kontinents. Seine stetige Ausdehnung hatte zur Folge, dass es mit der Zeit unregierbar wurde und sich die lokalen Herrscher mit schlussendlich verselbstständigten und eigene Reiche bildeten. Die Priester des namisches Glaubens gründeten auf den nordöstlichen Inseln die so genannte Nehur-Herrschaft mit einem Priesterkönig an der Spitze. Auf dem sardischen Festland hingegen blieben weltliche Herrscher an der Macht. Niemand von ihnen, aber vermochte Sardien, wie einst unter ihrem Großkönig Jehu, zu einstiger Einheit und Stärke zu vereinen.

Misra-Kult der Lomäer

Aus dem Westen drängten lomäische Völker auf den tolanischen Kontinent. Angetrieben durch ihren Glauben - den Misra-Kult - missionierten sie die tolanischen Ur-Völker mit dem Buch oder dem Schwert. Südlich des Taurusgebirges stießen sie weiter nach Osten und kämpften über viele Hundert Sommer gegen die dradischen und sardischen Herrschaften. Einige Lomäer gelangten auf die schwach besiedelte Insel Vosland und begründeten die jigischen Reiche. Diese verloren jeglichen Kontakt zu den auf dem Festland von den Draden zurückgedrängten Lomäern. Der Misra-Glaube predigt, dass jedes Wesen eine dunkle, wie helle Seite in sich trägt, so auch die Götter. Während der Misra-Kult ursprünglich zu der hellen Seite betete, wechselten die Jiger zur schwarzen Seite, zum Tod, da sie ihn als Gewinner über jegliches Leben anerkannten. Der Tote Misra-Glaube ist allen hellen Misra-Gläubigen verhasst.

Manarus der Große

Die südliche Küste Tolaniens wurde etwa 500 Sommer vor der Zeit von Manarus dem Großen erobert. Über seine Herkunft schweigen die 'Langen Bücher', lomäische Aufzeichnungen, doch seine gepanzerten Reiter eroberten rasch weite Gebiete im Süden und Südwesten Tolaniens. Nach vielen Sommern des Tötens ergaben sich die Lomäer unter der Bedingung, dass Manarus zum Misra-Glauben übertritt. Mit dieser Vereinbarung wurde das Manäische Großreich erschaffen, welches über viele Hundert Sommer mit ihren riesenhaften Bauten den südlichen Teil des Kontinents beherrschte. 

Neue Zeit

Die erneute Vereinigung der sardischen Reiche unter Kaiser Rejan führt zu einer Blüte der sardischen Hochkultur. Mit seiner Krönung beginnt eine neue Zeitrechnung - Sommer nach Rejan. Die sardische Schrift und Sprache wird in weiten Teilen Tolaniens genutzt und bleibt als Vermächtnis auch nach dem abermaligen Zerfall des Kaiserreichs. 

Zeitleiste

10.000 Sommer vor der Zeit - Friedliche Zeit

Das Volk der Garater lebt im Nordwesten des Kontinents, Tolaner in den restlichen Teilen

4.000 SvdZ - Sardischer Einfall

Sardische Stämme fallen in den Nordosten Tolaniens ein

2.500 SvdZ - Quälender Kampf

Der "Quälende Kampf" zwischen Tolanern und Sarden neigt sich dem Ende. Tolaner werden in unwirtliche Gebiete zurückgedrängt

2.300 SvdZ - Sardische Herrschaft

Der sardische Großkönig Jehu dehnt seine Herrschaft über den gesamten Nordosten Tolaniens aus. Segelnomaden und Wüstenhöhlenmenschen werden versklavt.

1.900 SvdZ - Zerfall des Sardischen Großreiches

Das Sardische Großreich zerfällt endgültig in viele Teilreiche. Auf den Inseln etablieren sich Priesterkönige, auf dem Festland weltliche Könige.

1.250 SvdZ - Einfall der Lomäer

Die westlich von Tolanien stammenden Lomäer streben nach Verbreitung ihres Misra-Kultes. Erfolgreiche Expansion südlich des Taurusgebirges.

1.100 SvdZ - Jigische Reiche

Die Lomäer auf der Insel Vos beginnen die dunklen Seiten der Götter anzubeten. Es entwickelt sich eine eigene Religion, nachdem sie den Kontakt zu den Festland-Lomäern verlieren.

950 SvdZ - Drastische Rückeroberungen

Dradische Stämme übernehmen wieder die Herrschaft südlich des Taurusgebirges. Die Lomäer ziehen sich in den Westen zurück.

550 SvdZ - Manarus der Große

Manarus landet im Süden des Kontinents mit gepanzerten Reitern und besiegt die Lomäer vernichtend. Nach wenigen Sommern Krieg werden die Lomäer Vasallen Manarus. Im Gegenzug trat er dem Misra-Kult bei.

400 SvdZ - Sardische Neuordnung

Aus den vielen sardischen Herrschaften entwickeln sich vier Reiche: Narsien und Ved, Veresh und Sardien.

150 SvdZ - Zerfall des Manäischen Großreichs

Das manäische Großreich zerfällt in drei Reiche: Parsien, Lazar und Karas.

60 SvdZ - Daron der Göttliche

Daron begründet die neue Religion der Daronser in Sardien. Sie glauben an einen unteilbaren Gott, dem man sich durch Schriften und Meditation annähern kann. Die Daronser breiten sich im gesamten sardischen Herrschaftsgebiet rasend schnell aus.

0 Sommer nach Reian - Kaiser Reian

Reian vereinigt alle vier sardische Reiche zu einem Kaiserreich. Mit seiner Kaiserkrönung startet der Reianische Kalender.

112 SnR - Zerfall des Kaiserreiches

Unter den ständigen Einfällen der Segelnomaden zerfällt das Kaiserreich endgültig. Im Norden halten sich die Seevölker, an der Ostküste selbstständige sardische Städte und im Süden Restsardien.

254 SnR - Teilung von Karas 

Unter ständigen Angriffen von Berischen Stämmen bricht das Karatische Reich in drei Teile: Navereich, Sedland und Auremis.

321 SnR - Daraszenische Landung

Königin Keraia landet im Mikarischen Meer und erobert die Ilonischen Inseln von den Draden. Sie werden vollständig integriert und verlieren ihre Selbstständigkeit.

369 SnR - Ende der lomäischen Herrschaft - Aufstieg der Nepher

Die halbnomadischen, ur-tolanischen Stämme der Nepher schütteln endgültig die Herrschaft der Lomäer ab. Der Westen des Kontinents durchlebt eine turbulente Zeit mit wechselnden, kleineren Reichen. Gheron etabliert sich als stärkstes lomäische Reich, während die Nepher über weite Teile der Steppe herrschen.

550 SnR - Gründung Megherijams 

Megher - ein Prinz aus Vosland - gründet ein neues Reich auf Velera, wo die friedlichen, ur-tolanischen Freien Menschen siedeln. Er versklavt diese und begründet eine Schreckensherrschaft.

643 SnR - Nepherische Eroberungen 

Nepher erobern weite Teile des Südens. Große Reiche, wie Parsien, werden zerstört, Lazar stark dezimiert.

669 SnR - Narsische Expansion 

Narsien entwickelt sich nach Einnahme von Ved als das mächtigste sardische Nachfolgereich. Es herrscht nun über weite des südwestlichen Festlands.

671 SnR - Parsische Herrschaft auf Mois

Parser übernehmen die Herrschaft auf den Inseln Mois und Rima. Die Draden werden zu ihren Vasallen. 

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