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Sani Džeko

Mein Weg war nicht unbedingt der eines klassischen Schriftstellers. Geboren wurde ich 1977 in Frankfurt am Main als Sohn kroatischer Gastarbeiter. Nach dem Abitur an der Musterschule zog es mich zunächst in die Welt der Technik, und ich absolvierte mein Diplom an der TU Darmstadt. Beruflich habe ich viele Jahre in der Forschung und Entwicklung der Automobilindustrie sowie in der strategischen Unternehmensberatung verbracht. Ich bin glücklich verheiratet und Vater von zwei wundervollen Kindern. Heute kann ich meine analytische mit meiner kreativen Seite verbinden, um die Art von Geschichten zu erzählen, die mich schon immer fasziniert haben. 

Von Sani und Mois

„Humor ist, wenn beide lachen“, sagt meine Frau gerne, wenn sie meine Bemerkungen nicht witzig findet. Meistens lache ich trotzdem herzhaft – über meine eigenen Worte. Mit genau dieser Portion Selbstironie bin ich auch an mein Buch gegangen.
„Wenn ich nicht mehr da bin, kannst du von den Buch-Tantiemen wenigstens einen Kaffee genießen. Zu mehr wird es nicht reichen“, pflegte ich zu sagen, wenn sie mich beim Schreiben ertappte und die Augen verdrehte.

Dass ich wirklich ein Buch veröffentliche, erschien mir lange unwirklich. Geschichten ausdenken? Ja, das konnte ich. Aber schreiben? Nein!
Schon als Kind faszinierte mich die Idee, etwas zu erschaffen. Ich erfand Spiele, zeichnete Karten – am liebsten mit strategischem Hintergrund. Schlachten, glänzende Rüstungen, flatternde Fahnen: herrlich!

Mein erster Berufswunsch war daher die Architektur. Gebäude ersinnen, technisch durchplanen und schließlich realisieren – das gefiel mir. „Sani, der Erbauer.“ Am Ende wurde ich Maschinenbauingenieur und entwickelte viele Jahre lang Lösungen für Dieselmotoren.

Doch die Sehnsucht, eine Welt zu erschaffen, schlummerte weiter in mir. Ehe und zwei wuselige Kleinkinder hielten mich nicht davon ab, irgendwann meinen alten Zeichenblock und den fein gespitzten Druckbleistift hervorzukramen.

So entstand eine Insel in Form eines Backenzahns – Mois. Der Name war eine spontane Eingebung, weder französisch inspiriert noch ein Akronym. (Übrigens: Man spricht es [mɔɪs].) Die Karte mit ihren Flüssen, Bergen, Wäldern und Seen brannte sich in mein Gedächtnis. Jahre später suchte ich danach – vergeblich. Also erschuf ich Mois ein zweites Mal. Dieses Mal endgültig.

Es war der Auftakt zu einer Reise, die mich unendlich viel Zeit, noch mehr Nerven und am meisten Überwindung gekostet hat. Aber sind es nicht genau diese Abenteuer, die uns wachsen lassen? Ursprünglich wollte ich nur den Plot entwerfen und meine unglaublich talentierte Tochter das Buch schreiben lassen – ein echtes Vater-Tochter-Werk. Am Ende konnte ich nicht abwarten und schrieb Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt, Seite für Seite. Es war mühselig – doch mit ChatGPT als Lektor sah ich irgendwann Licht am Ende des Tunnels.

Ich bin stolz, Mois geschrieben zu haben. Es ist die innere Zufriedenheit, Faulheit, Scham und Zweifel besiegt zu haben – und meiner Frau zumindest einen Kaffee von meiner Kreativität spendieren zu können.

Und doch: Ein Buch lebt erst durch seine Leser. Wenn mir jemand erzählt, welche Szene ihn oder sie berührt hat, welche Figur zum Lachen brachte oder bei welchem Rätsel der Atem stockte – dann lebt Mois für mich. Dann erfüllt Mois seinen Sinn.

Da Mois keinen klassischen Helden oder Heldin kennt, ist es für mich besonders spannend, welche Figur für die Leser zum Favoriten wird. Jeder entdeckt andere Facetten, die faszinieren oder berühren. Verratet mir: Wer sind Eure Lieblinge?

Ich hoffe, dass ich Euer Interesse für Mois mit seinen edlen Damen, tapferen Kriegern, politischen Intrigen und seinem komplexen Handlungsstrang wecken konnte. Schreibt mir Eure Gedanken!

Herzlich,
Sani D
žeko

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Ich freue mich immer über Eure Rückmeldungen, Fragen, Ideen und Anregungen.

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